'Sgladschdglei!

http://www.youtube.com/watch?v=uz2jbCJXkpA

Hin und wieder gibt es Diskussionen oder Vorwürfe, weil ich einen Kommentar nicht freigeschaltet habe. An dieser Stelle erkläre ich, wie ich das so handhabe.

  1. Keine festen Regeln: Ich kann nicht immer genau sagen, ob ein Kommentar gerade noch okay ist oder vielleicht schon die Grenze überschritten hat. Wenn das nicht ganz klar ist, entscheide ich mich eher spontan.
  2. Wartefrist: Unter Umständen belasse ich einen Kommentar für längere Zeit in der Warteschlange. Das liegt auch daran, dass manche Menschen ihre Derailing-Strategien besonders geschickt verpacken. Benötige ich zu lange für eine Entscheidungsfindung, dann wird der Kommentar gelöscht. Wann es zu lange ist, entscheide ich aus dem Bauch heraus.
  3. Ich lösche grundsätzlich alle Kommentare, die Mutmaßungen enthalten, ein Kommentar würde sowieso nicht freigeschaltet. „Lösch doch!“ und — noch schlimmer — „Das wird ja eh zensiert!“, ist echt Kindergarten.
  4. Whitesplainer und andere Derailer: Kommentare von solchen Personen landen meistens direkt in den Lokus. Mir ist es wichtig, dass dieser Blog nicht zu einem Hort anrüchiger und verletzender Be- und Angriffe wird. Ganz besonders zähle ich dazu Kommentatoren, die sich nicht nur nicht ihrer Privilegien bewusst sind, sondern diese auch vehement bestreiten. Dazu zählt es  z.B., konsequent beleidigende Begriffe wie das N-Wort zu verwenden oder zu behaupten, dass Menschen, die nicht damit belegt werden wollen, sich nur gern als Opfer sähen. Evtl. schalte ich solche Kommentare frei. In dem Fall ist ein solcher Beitrag als praktisches Beispiel zu begreifen, wie man es nicht macht.
  5. Tonfall: Wie überall gilt auch hier: Der Ton macht die Musik. Auf Belehrungen von oben herab habe ich keine Lust, besonders dann nicht, wenn man mir vorwirft, keine Ahnung zu haben. Ganz besonders beim Thema Rassismus bin ich Experte. Ich wollte das nie sein, aber ich bin es nun mal.
  6. Kein Bla bla: Bitte keine Kommentare, die die Länge von Blogposts erreichen. Bitte beschränke dich auf das Nötigste. Immerhin wollen ja auch andere lesen, was du so schreibst. Vielleicht wollen sie auch gern kommentieren. Sie sollten dann nicht von Bleiwüsten abgeschreckt werden.
  7. Keine Verwarnung: Es mag vorkommen, dass ich Kommentare nicht wortlos lösche, sondern sie anpasse bzw. darauf hinweise, dass ein Kommentar gelöscht wurde. Die Regel ist das nicht. Normalerweise lösche ich ohne Verwarnung. Ich bin schließlich nicht Community Manager bei Zeit Online.

Nicht abschließende Aufzählung, angelehnt an Antje Schrupps Kommentarpraxis.